Gleitschirm Tandemflug mit Burkhardt vom Wank in Garmisch-Partenkirchen

Gleitschirm Start am Hausberg - Die Aufziehphase
Landung mit Passagier am Osterfelder Landeplatz
Im Tandem vor der Alpspitze als Photomontage. Das Logo von Air-Glide.de
Der Start am Osterfelder

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Thermik Flug mit Stefan im März 2002

Im März diesen Jahres war ich mit einem guten Kollegen zu einer Kur in Garmisch. Da ich Gleitschirm-Pilot bin, wollte ich natürlich auch einmal vor Ort fliegen gehen. Ich informierte mich bei Stefan, den ich über seine Web-Site kennengelernt hatte, über das mir bislang unbekannte Gebiet. Stefan forderte mich gleich zu einem gemeinsamen Flug auf und erklärte mir alle wichtigen und wissenswerten Fakten zum Thema "Fliegen am Wank". Auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal herzlich bei ihm und bei seiner Frau bedanken.

Nachdem ich Stefan nach einem gemeinsamen Flug mit unseren Einzelschirmen kennen gelernt und gesehen hatte, welch ein verantwortungsvoller Tandem-Pilot er ist, konnte ich meinen Kollegen (kein Flieger, aber sportlich interessiert) davon überzeugen, mit Stefan einen Tandem-Flug zu wagen.

Es war an einem Samstag, an dem wir den Teamflug - Stefan mit Tandem, ich mit meinem Soloschirm - unternehmen wollten. Mittlerweile hatte sich ein weiterer Kollege dazu entschlossen, einen Flug mit Stefan zu wagen. So standen wir nun zu viert auf dem Wank. Stefan sagte: "Heute ist es thermisch aktiv, wir sollten den zweiten Flug auf morgen verschieben." Für mich war diese Aussage ungewöhnlich. Ich kenne einige Tandem-Piloten (und bin wie bereits erwähnt selbst einer) und weiß, dass die professionellen Piloten gern mehrere Flüge am Tag machen, um so viel Geld wie möglich zu verdienen, und das ist ja auch in Ordnung. Stefan wollte mit meinem Kollegen Burkhardt aber lieber einen schönen und langen Flug machen. Schön, dass es Leute gibt, für die Geld nicht alles ist und so unseren schönen Sport Interessierten positiv näher bringt.

Nachdem Stefan die Ausrüstung vorbereitet und Burkhardt eingewiesen hatte, machte ich mich ebenfalls fertig, damit wir gemeinsam unseren Team-Flug starten konnten. Burkhardt sollte sich melden, falls er abbrechen wolle, denn unter Umständen könne es recht "sportlich" werden. Es war bereits Mittag und die Thermik hatte eingesetzt. Da wir Blau-Thermik hatten, war noch nicht erkennbar, wie stark die Thermik war. Aus den Erfahrungen der vorherigen Tage, hatte ich mich aber auf einiges eingestellt.

Schon kurz nach dem Start wurden Stefan und Burkhardt von der Thermik über Startplatz-Niveau von 1730m über NN gehoben. Ich startete hinterher und klinkte mich in den gleichen Thermik Schlauch ein. Da ich mit dem Soloschirm unterwegs war, stieg ich schnell über Stefan, jedoch trafen wir uns immer wieder in den verschiedenen Thermik-Bärten. Es war wirklich mal wieder "sportlich", wir hatten Steigwerte bis zu 7 m/s, und ich hatte kräftig damit zu tun, den Schirm stabil zu halten. Stefan dagegen hatte mit seiner großen Flächenbelastung natürlich diese Probleme nicht. Nachdem er mit Burkhardt einen Rundflug über das gesamte Gebiet gemacht hatte, trafen wir uns wieder auf 2700m über NN über dem Wank. Das war an diesem Tag meine größte Höhe.

Nach sage und schreibe 1,5 Stunden (in Worten eineinhalb Stunden) flogen wir Richtung Landeplatz. Ich hätte niemals für möglich gehalten, dass ein Nichtflieger die "sportliche" Thermik so lange aushalten könnte. Ich flog Stefan hinterher und sah, wie er bei einem kräftigen Talwind aus Nord mit Burkhardt sanft und sauber landete. Sekunden später landete ich hinter Stefan und die ersten Worte von Burkhardt waren "Das war ja das beste was ich je erlebt habe! Danke Siggi, dass Du mich zu diesem Flug überredet hast"

Nach dem Einpacken gingen wir gemeinsam in ein Café, um den Flug bei einem "Landebier" gebührend zu würdigen. Burkhardt war voll des Lobes über diesen Super-Flug und über seinen erfahrenen Tandem-Piloten. Auch in der Kureinrichtung gab es für Burkhardt jetzt nur noch ein Thema: Fliegen Fliegen Fliegen.

Nochmals meinen Dank an Stefan, der nicht nur ein guter Pilot ist, sondern die Schönheit des Fliegens noch immer genießen kann und seine Kunden daran teilhaben lässt. Auch seine Hilfsbereitschaft für ortsfremde Piloten muss ich noch einmal hervorheben. Damit hat er mich vor dem "Schütteleck" bewahrt und wahrscheinlich noch vor vielen anderen ungemütlichen Ecken.

Danke Stefan

Viele Grüße auch an Marion

Dein Siegfried Treptow, Hamburg




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